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Das Wassermännlein in Baden

„Wie eine Erinnerung an Dankbarkeit und Liebe.“

Das Wassermännlein

Am Ufer eines stillen Teiches findet ein junges Mädchen Trost – und ein Geschenk, das ihr ganzes Leben zum Guten hin verändert.

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In Baden, dort wo der Teich still in der Sonne schimmert, ging einst ein junges Mädchen, traurig und voller Zweifel, am Ufer entlang.

Da – ein leises Plätschern, ein Wispern im Schilf. Und heraus trat ein kleines Männlein mit Haar, grün wie Wasserpflanzen. Es setzte sich ganz sanft zu ihr, hörte ihre Sorgen, tröstete sie.

Dann tauchte es in die Tiefe – und kam zurück, eine weiße Rose in der Hand.

„Diese Rose“, sagte es leise, „soll dein Herz wieder froh machen.“

Und so geschah es: Ihr Liebster kehrte zu ihr zurück, ehrlich und treu. Das Glück kehrte ein, und das Mädchen trug die weiße Rose wie ein stilles Geheimnis bei sich.

Oft ging sie später wieder zum Teich, um dem Wassermännlein zu danken. Es ließ sich nicht mehr blicken – bis sie eines Tages mit ihrem Kind an der Hand dort stand.

Da hob sich das Wasser, und das Männlein kam, lächelnd und leise, küsste den Knaben dreimal, und verschwand.

Manche sagen, wer an jenem Teich still lauscht, hört manchmal ein Plätschern, das wie ein Gruß klingt – zart und freundlich, wie eine Erinnerung an Dankbarkeit und Liebe.

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