Mehr Leben in den Jahren
Longevity beschreibt wissenschaftlich fundierte Strategien, um Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität möglichst lange zu erhalten. Forschungsergebnisse zeigen, dass regelmäßige Bewegung, ausgewogene Ernährung, guter Schlaf, Regeneration und soziale Beziehungen entscheidend dazu beitragen können, gesund älter zu werden. Bereits kleine Veränderungen im Alltag können langfristig einen großen Unterschied machen.
Warum ist Longevity für gesundes Altern relevant?
Jeder wünscht sich ein langes Leben – entscheidend ist, wie wir diese Jahre verbringen. Gesundheit, Vitalität und Selbstständigkeit sind keine Selbstverständlichkeit, sondern werden von vielen täglichen Entscheidungen beeinflusst.
Genau hier setzt das Konzept der Longevity an. Der Begriff bedeutet zwar „Langlebigkeit“, im Mittelpunkt steht nicht ein möglichst hohes Lebensalter, sondern möglichst viele gesunde Lebensjahre (Health Span). Ziel ist es, körperlich und geistig möglichst lange leistungsfähig zu bleiben und die Lebensqualität bis ins hohe Alter zu erhalten.
Die moderne Altersforschung zeigt, dass unsere Gene zwar eine Rolle spielen, der Lebensstil jedoch einen wesentlich größeren Einfluss hat. Bewegung, Ernährung, Schlaf, Regeneration, psychische Gesundheit und soziale Beziehungen wirken täglich auf unseren Organismus und beeinflussen maßgeblich, wie gesund wir altern.
Mit dem Vivea Longevity-Newsletter begleiten wir Sie Schritt für Schritt durch die Wissenschaft des gesunden Alterns. Jede Ausgabe vermittelt aktuelle Erkenntnisse verständlich und zeigt, wie Sie diese einfach in Ihren Alltag integrieren können.
Was sagt die Forschung?
Gesicherte Erkenntnisse
Die wissenschaftliche Evidenz der vergangenen Jahrzehnte ist eindeutig: Ein gesunder Lebensstil zählt zu den wirksamsten Maßnahmen, um chronischen Erkrankungen vorzubeugen und die Lebensqualität zu erhalten. Zu den wissenschaftlich am besten untersuchten Faktoren für gesundes Altern zählen regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, erholsamer Schlaf, Nichtrauchen, ein gesundes Körpergewicht, wirksame Stressbewältigung und soziale Kontakte.
Menschen mit diesen Lebensgewohnheiten entwickeln seltener Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus Typ 2, bestimmte Krebsarten oder Demenz. Gleichzeitig bleiben Muskelkraft, Mobilität und Selbstständigkeit meist länger erhalten.
Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung ist das biologische Alter. Es beschreibt nicht das Alter im Reisepass, sondern den funktionellen Zustand unseres Körpers. Zwei gleichaltrige Menschen können biologisch deutlich unterschiedlich altern – abhängig von ihren Lebensgewohnheiten und ihrem Gesundheitszustand.
Schon gewusst?
Nur etwa 20 bis 30 Prozent unseres Alterungsprozesses werden durch unsere Gene beeinflusst. Der weitaus größere Anteil steht mit unserem Lebensstil und den Umweltbedingungen in Zusammenhang.
Das bedeutet: Viele Entscheidungen, die wir täglich treffen, können unsere Gesundheit langfristig positiv beeinflussen.
Gesundheit messbar machen
Gesundheit lässt sich heute besser verstehen als je zuvor.
Moderne Messmethoden ermöglichen es, körperliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen und individuelle Stärken sowie mögliche Verbesserungspotenziale sichtbar zu machen.
Zu den wichtigsten Gesundheitsparametern zählen:
Blutdruck und Ruhepuls | Pulsdruck und Gefäßelastizität | Körperzusammensetzung | Muskelkraft | Taillenumfang | Schlafqualität | Gleichgewicht | Stoffwechselwerte
Dabei gibt es nicht den einen Longevity-Wert. Erst das Zusammenspiel verschiedener Gesundheitsparameter vermittelt ein umfassendes Bild der körperlichen Leistungsfähigkeit und unterstützt eine gezielte Prävention.
Vivea Tipp:
Gesundheit entsteht nicht über Nacht.
Beginnen Sie mit einer kleinen Veränderung, die sich dauerhaft in Ihren Alltag integrieren lässt. Schon ein täglicher 30-minütiger Spaziergang, eine zusätzliche Portion Gemüse oder zehn Minuten bewusste Entspannung können langfristig einen positiven Beitrag zu Ihrer Gesundheit leisten.
Für wen gelten Einschränkungen?
Gesundheitsmaßnahmen sollten immer zur persönlichen Situation passen. Alter, Vorerkrankungen, Medikamente oder körperliche Einschränkungen können Einfluss darauf haben, welche Empfehlungen sinnvoll sind.
Wann sollte ich ärztlichen Rat einholen?
Vor Beginn eines intensiveren Trainingsprogramms sowie bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder anderen chronischen Erkrankungen empfiehlt sich eine ärztliche Beratung.
Vivea Wissen in 30 Sekunden
Gesundes Altern ist zu einem großen Teil beeinflussbar.
Ziel der Longevity ist nicht nur ein langes Leben, sondern möglichst viele gesunde Lebensjahre (Health Span).
Es gibt keinen einzelnen Gesundheitswert – entscheidend ist das Zusammenspiel verschiedener Lebensstil- und Gesundheitsfaktoren.
FAZIT
Gesundes Altern beginnt nicht erst im hohen Lebensalter, sondern mit den Entscheidungen, die wir täglich treffen.
Die moderne Wissenschaft zeigt, dass wir unsere Gesundheit in vielen Bereichen aktiv beeinflussen können. Bewegung, Ernährung, Schlaf, Regeneration, mentale Gesundheit und soziale Beziehungen bilden gemeinsam die Grundlage für mehr gesunde Lebensjahre.
Ausblick auf Ausgabe 2
Zellgesundheit – Die faszinierende Welt des gesunden Alterns
Warum altern unsere Zellen? Welche Rolle spielen Telomere, Mitochondrien, Autophagie sowie die Signalwege SIRT1, AMPK und mTOR? In der nächsten Ausgabe werfen wir einen Blick in das Innere unserer Zellen und zeigen, warum dort die Grundlage für Gesundheit und Vitalität liegt.
Priv. Doz. DDr. Sonja Kickmaier
Gesundheitsmanagement | Konzeption und Redaktion LongevitySonja Kickmaier hat in den USA zur Gesundheit -und Sozialwissenschaftlerin promoviert und war lange Zeit in der Funktion als Managerin klinischer Studien an der onkologischen Abteilung der Med Uni Wien tätig.
Seit 2018 ist sie für den Wissenschaftsbereich der Künig GmbH für die Vivea Hotels zuständig. Innovationen im Bereich Wissenschaft und Forschung sind ihr ein besonderes Anliegen. Sie unterrichtet auch an der Karl Landsteiner Universität in Krems Balneologie und betreut Nachwuchswissenschaftler: innen.
Quellen
World Health Organization (WHO). World Report on Ageing and Health. Genf: WHO; 2015.
Die Inhalte basieren auf dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Erkenntnisse sowie internationalen Leitlinien und Empfehlungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Hinweis: Dieser Blog dient der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung.